Kaffee-ABC: M-R

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Malzkaffee

Während des Kaffeeverbots von 1780 und Napoleons Kontinentalsperre gegen England (1806) wurden Alternativen zum Luxusgetränk Bohnenkaffee gesucht und gefunden. Muckefuck (aus dem französischen mocca faux = falscher Kaffee) und Blümchenkaffee waren bald die landläufigen Begriffe für Kaffee-Ersatz. Neben Frucht- und Getreidekaffee etablierte sich der aus Gerste hergestellte Malzkaffee. Hierbei wird Gerste in Wasser eingeweicht und zum Keimen gebracht und es entsteht unter anderem Malzzucker. Durch Hitze wird der Keimprozess gestoppt. Beim anschließenden Rösten karamellisiert der Malzzucker, wodurch sich Farbe und Aroma entwickeln.

 

Maragogype

Diese Kreuzung aus den Kaffeesorten Arabica und Liberica wird auch Elefanten- oder Riesenbohne genannt. Maragogype zeichnet sich durch eine leicht fruchtige Note aus und ist heute nur noch in Mittelamerika, Brasilien und dem Kongo verbreitet.

 

Milds

Im Welthandel werden Rohkaffees, die nass aufbereitet werden (hauptsächlich Arabicas), als "Milds" und entsprechend ihrer Herkunft als "Columbian Milds" bzw. "Other Milds" bezeichnet.

 

Mocca/Mokka

Die Hafenstadt Al Mukah (Mokka) im Jemen am Roten Meer ist als Verladeplatz für Kaffees berühmt geworden. So werden noch heute alle Kaffees aus Äthiopien und dem Jemen als Mokkas bezeichnet.

Kaffee ABC Nassaufbereitung

Nassaufbereitung

Bei der nassen Aufbereitung wird das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen grob entfernt. Um die noch anhaftenden Fruchtfleischreste zu entfernen, werden die Bohnen anschließend für 12 bis 36 Stunden im Wasserbecken gelagert. Danach erfolgt die Trocknung in der Sonne oder auf Trockenmaschinen.

 

Pergamenthaut

Die Kaffeekirsche beinhaltet in der Regel zwei Kaffeebohnen, die mit der flachen Seite zueinander liegen. Jede einzelne Bohne wird zunächst von der fest haftenden Silberhaut und dann von einer locker sitzenden Pergamenthaut eingehüllt. Während der Aufbereitung des Rohkaffees wird die Pergamenthaut entfernt.

 

Perkolator

Diese Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte Kaffeemaschine war vor allem in den USA erfolgreich. Durch ein Steigrohr wird das erhitzte Wasser nach oben geleitet, von wo es dann auf das Kaffeemehl hinabtropft.

 

Perlbohne

Unter bestimmten Bedingungen kann sich auch nur eine einzige runde Bohne in einer Kaffeekirsche ausbilden. Besonders häufig geschieht das an den Spitzen der Zweige des Kaffeebaums. Diese Bohnen werden als Perlbohnen bezeichnet. Sie werden bei der Aufbereitung aussortiert und als separate Gruppe gehandelt.

 

Pulper

Diese Maschine dient zum Ablösen des Fruchtfleischs der Kaffeekirsche.

 

Ristretto

Ein mit weniger Wasser zubereiteter Espresso.

 

Robusta (Coffea canephora robusta)

Die Robusta unterscheidet sich von der Arabica-Kaffeepflanze durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen Pflanzenkrankheiten und zeigt in ihren gebräuchlichen Zuchtformen eine hohe Flächenproduktivität. Sie verträgt große Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit. Der Anbau erfolgt im tropischen Flachland bis zu einer Höhe von 900 Metern. Robusta-Bohnen sind runder, mit gerader Kerbe und deutlich kleiner als Arabica-Bohnen.

Kaffee ABC Röstung

Röstung - Rösttemperatur - Röstgrad

Rohkaffee ist für den menschlichen Genuss noch nicht geeignet und muss geröstet werden. Die Rösttemperatur liegt hierbei zwischen 200 und 250 °C. Beim Röstvorgang erhalten die Bohnen ihr Aroma und ihren typischen Charakter. Dabei verlieren die Kaffeebohnen ca. 12 bis 20% ihres Gewichts, während sich ihr Volumen nahezu verdoppelt. Während des Röstprozesses verändert sich die Farbe zu Hell- bis Dunkelbraun. Man spricht hier vom so genannten Röstgrad.