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French Roast

Abhängig von der Art des Röstens werden dem Röstgrad von Kaffeebohnen verschiedene Namen gegeben. Einer davon ist French Roast.




Was bedeutet French Roast?

Das Röstprofil einer Kaffeebohne wird durch verschiedene Komponenten beeinflusst:

  • Röstdauer
  • Höhe der Rösttemperatur
  • Temperaturanstieg
  • Temperaturabfall

Bei der French Roast – Röstmethode werden die Kaffeebohnen besonders lange geröstet. Dadurch erhalten sie ein sehr dunkles, fast schwarz glänzendes Aussehen. Den Glanz verursacht das in den Bohnen enthaltende Kaffeeöl, welches durch den langen Röstvorgang an die Oberfläche der Kaffeebohnen tritt. Die Karamellisierung während des Röstens sorgt beim French Roast für die Dominanz von rauchigen, schokoladigen und süßlichen Aromen mit einer eigenen Bitternote.

Besonders dunkle Röstungen wie der French Roast, werden nicht nur länger als ihre helleren Kollegen geröstet, sondern auch unter Einsatz einer höheren Rösttemperatur - etwa zwischen 225 und 245 °C. Für den French Roast nutzt man 240 °C.

Den Namen hat diese dunkle Röstung nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, in Frankreich erhalten, sondern durch die Kaffeehäuser in den USA Anfang des 19. Jahrhunderts. Diese hielten den Namen French Roast für eine besonders edle Bezeichnung ihrer dunklen Kaffeeröstungen.

Was ist das Besondere am French Roast?

Es besteht der allgemeine Glaube, dass Kaffee mit einem sehr dunklen Röstgrad mehr Koffein enthält als die helleren Sorten. Doch das ist nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Je länger die Kaffeebohnen geröstet werden, desto mehr schwindet der Koffeingehalt der Bohnen.
 
Allerdings setzen viele Menschen irrtümlicherweise die stärkeren Aromen, die sich durch eine intensivere Röstung bilden mit einem höheren Koffeingehalt gleich.
 
Um den French Roast Coffee optimal zuzubereiten, greift man am besten zur French Press. Das heißt aber nicht, dass French Roast nicht auch mit einer Filterkaffeemaschine oder einer Espressomaschine seine vollen Aromen entfalten kann.