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Kaffeesteuer

In Deutschland unterliegen importierter Kaffee und kaffeehaltige Waren der der sogenannten Kaffeesteuer. Unter kaffeehaltigen Waren versteht das Steuergesetz alle Erzeugnisse, bei denen in einem Kilogramm Ware zwischen 10 und 900 Gramm Kaffee enthalten sind.
 
 
 
 

Kaffeesteuer: Darum wird besteuert

Als man im 17. Jahrhundert einen rasanten Anstieg des Kaffeekonsums feststellte, kam dem damalig auf deutschem Boden existierenden Königreich Preußen die Idee ein Kaffeemonopol einzuführen. Da dies nicht funktionierte, wurde kurzerhand ein Einfuhrzoll für Kaffee festgelegt. Die momentane Kaffeesteuer basiert auf einer von den Briten und Amerikanern eingeführten Verbrauchersteuer aus dem Jahr 1948. Wenngleich damals die Einnahmen daraus den Besatzern zustanden, werden sie aktuell von der Bundesregierung kassiert. Der hohe Kaffeekonsum in Deutschland beschert dem deutschen Staat damit jährlich immense Einnahmen. 
 
Die Höhe der Kaffeesteuer fällt unterschiedlich aus - je nachdem, um welches Produkt es sich handelt:
 
 
Als löslichen Kaffee bezeichnet das Kaffeesteuergesetz: „Auszüge, Essenzen und Konzentrate aus Kaffee, die auch entkoffeiniert sein können“. Rohe Kaffeebohnen unterliegen nicht der Kaffeesteuer. 
 
Steuersätze für kaffeehaltige Produkte liegen zwischen 0,12 € und 1,79 €.

Was muss man bei der Kaffeesteuer beachten?

Damit die Besteuerung einfach vollzogen werden kann, wird nicht jeder Endverbraucher einzeln zur Kasse gebeten, sondern die Steuer direkt auf den Kaffee erhoben, sobald dieser Teil des deutschen Wirtschaftskreislaufes wird. Das bedeutet in der Praxis: Kaffee wird in dem Moment besteuert, wenn er aus dem sogenannten Steuerlager entnommen oder direkt dort verbraucht wird. Ein Steuerlager ist eine von der Zollverwaltung extra zugelassene Lager- und Produktionsstätte, in denen Kaffee gelagert oder verpackt wird. Verlässt der Kaffee dieses Steuerlager, wird die Kaffeesteuer fällig. 
 
Bei der Ausfuhr von Kaffeewaren, für die bereits die deutsche Kaffeesteuer entrichtet wurde, kann eine Steuererstattung beantragt werden. Für Kaffee gilt dies nicht. Dieser muss im Gegensatz dazu direkt aus dem Steuerlager ausgeführt werden.