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Röstkaffee

Röstkaffee entsteht durch die Röstung von Rohkaffee. Sie erfolgt in einem Heißluftröster für eine kurze Zeit oder in einem Trommelröster für eine längere Zeit und bei niedrigeren Temperaturen. Die Röstung hat einen Einfluss auf verschiedene Merkmale des Kaffees. Zum Beispiel wirkt sie sich auf das Aroma und auf die Bekömmlichkeit aus. Im Handel erhalten Sie Röstkaffee sowohl gemahlen als auch in Form von Kaffeebohnen. Aus dem Röstkaffee bereiten Sie Filterkaffee, Espresso oder andere Kaffeearten zu. 

 


 

Die Herstellung von Röstkaffee

Die Herstellung von Röstkaffee erfolgt in einer Rösterei. Hier wird der Rohkaffee in der Regel unter atmosphärischem Druck trocken erhitzt. Durch die Röstung verändern sich verschiedene Merkmale der Kaffeebohnen: 

  • Beim Rösten verlieren die Bohnen an Feuchtigkeit. Dadurch werden sie leichter. 
  • Gleichzeitig nehmen die Kaffeebohnen eine dunklere Farbe an und werden größer. 
  • Zusätzlich werden die Bohnen spröde und hart. Hierdurch lassen sie sich besser mahlen. 
  • Durch die Röstung entstehen außerdem die Aromastoffe, die für den typischen Geschmack von Kaffee sorgen. 
  • Zudem wirkt sich der Röstvorgang auf die Magenfreundlichkeit des späteren Getränks aus. Eine schonendere und längere Röstung führt normalerweise zu einem bekömmlicheren Kaffee. 

 

Falls Sie das Rösten von Kaffeebohnen in Ihren eigenen vier Wänden austesten möchten, können Sie verschiedene Methoden nutzen. Manche Heimröster nutzen zum Beispiel eine Pfanne oder einen Backofen. Allerdings sind solche Methoden teilweise gefährlich. Daneben gibt es spezielle Kaffeeröster, mit denen Sie zu Hause Röstkaffee herstellen können. Sie sollten jedoch beachten, dass das Rösten eine Kunst ist, die Können und Erfahrung erfordert. 

Was beeinflusst den Geschmack von Röstkaffee?

Unabhängig davon, ob es sich um einen gemahlenen Bio-Röstkaffee oder einen anderen Röstkaffee handelt, die Sorte und die Qualität haben einen Einfluss auf den Geschmack und somit auf den Kaffeegenuss. Entscheidend ist zudem das Röstverfahren: 

  • Bei der Trommelröstung sind die Rösttemperaturen niedrig. Die Röstdauer liegt bei 15 Minuten oder mehr. Die niedrigen Temperaturen und längere Röstprozesse sorgen für ausgeprägte Aromen und einen vollmundigen Kaffee. 
  • Neben der Trommelröstung gibt es die Turboröstung. Dabei werden die Kaffeebohnen für ungefähr zwei bis fünf Minuten bei einer Temperatur von 400 °C oder mehr erhitzt. Hierdurch werden bittere Geschmacksnoten erzielt. 

 

Wenn Sie sich den feinsten Röstkaffee wünschen, sollten Sie außerdem auf den Röstgrad achten. Er wirkt sich ebenfalls auf den Kaffeegeschmack aus. Es gibt helle und dunkle Röstungen. Die Röstdauer von hellen Röstungen ist kürzer. Der Geschmack ist fruchtiger und nicht so bitter. Dunkle Röstungen enthalten mehr Bitterstoffe. Dafür sind sie säurearmer und haben häufig einen leicht süßlichen Geschmack.